Fast wäre die Chance auf eine neue Erfahrung durch ein Zögern verloren gegangen. Ein anschließend geäußertes Nein auf das Angebot und schon war es vorbei. Fast zumindest. Zum Glück dürfen wir unsere Meinung ändern, aus einem „Nein“ ein „Ja“ werden lassen. Und so kam es, dass im Februar eine Box im Projekt „Jeden Monat etwas Neues“ eine wesentliche Rolle spielte: Cajon trommeln und Erkenntnisse sammeln war angesagt.

Die Chance für das Neue kam wie so oft ganz spontan. Eine liebe Kollegin hatte eine Cajón in ihrem Büro und schon war meine Neugier geweckt. Die Kistentrommel aus Peru wirkt so schlicht und unscheinbar. Also hakte ich nach und ließ mir das gute Stück zeigen. Sie kam meinem Wunsch „zeig mal bitte und spiel kurz was“ nach und entlockte der Cajón die ersten Klänge. Der Rhythmus ist für mich oft das, was ich bei Musik so mitreißend empfinde und auch hier war es genauso. Die Folgen an schnellen und langsamen Schlägen mit der Hand sowie der unterschiedlichen Klang der dadurch erzeugten Töne waren faszinierend.

Plötzlich bot mir die Kollegin an, es selbst einmal auszuprobieren und ich lehnte dankend ab. Ja, richtig gelesen. Ich lehnte ab. Sie schaute in diesem Moment mit Sicherheit genauso überrascht wie ich. Etwas Neues abzulehnen klang nicht nach mir. Nach einem kurzen Zögern änderte ich meine Meinung und nahm das Angebot doch lachend an.

Wie so oft war das, was so leicht aussah, gar nicht so einfach umzusetzen. Genau das ist auch die Kunst. Jahrelanges Üben, um etwas anschließend so locker und leicht wirken zu lassen.

Ich begab mich auf die Suche nach den verschiedenen Tönen und klopfte mal fester mal leichter, mal mittiger mal weiter außen auf die Cajon. Einen gleichmäßigen Rhythmus zu erzeugen, war mir aber fast nicht möglich. Schon nach wenigen Abfolgen ruckelte es. Hut ab vor jedem, der eine Gleichmäßigkeit im Takt beherrscht.

So klingt es, wenn es ein Künstler drauf hat – Hut ab vor der junge Lady!

Wie so oft gehen auch in diesem Monat mit dem puren Spaß, der Neugier und dem Erleben neuer Dinge auch einige Erkenntnisse einher:

* Du darfst Deine Meinung ändern!
Erst sagte ich nein und lehnte das freundliche Angebot ab. Die Überraschung darüber gepaart mit meiner Neugier haben zum Glück dazu geführt, meine Meinung doch noch zu ändern. Und das ist gut so! Jeder darf seine Meinung auch wieder ändern und braucht keine Angst davor zu haben, dies auch zu sagen!

* Sagst Du „Nein“ zu einer Chance, verpasst Du vielleicht eine tolle Erfahrung.
Mein Zögern und das Nein hätten mich fast um eine schöne neue Erfahrung gebracht. Das wäre nicht dramatisch, aber doch sehr schade gewesen. Wie oft habe ich schon nein gesagt und dadurch etwas Tolles verpasst? Nein sagen ist wichtig. Manchmal ist Ja sagen, aber einfach aufregender.

Welche Erkenntnisse hattest Du in diesem Monat? Berichte mir gerne davon in den Kommentaren.

Herzlichst
Ramona