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Macht Geld glücklich? 3 Fragen an: Finanzbloggerin Natascha Wegelin von „Madame Moneypenny“

Oft heißt es „Geld macht nicht glücklich“ und doch jagen viele gerade dieser Form des Glückes nach. Die Frage nach dem Glück und dem Zusammenhang mit Geld zu beantworten, ist gar nicht so einfach. Deshalb habe ich mir heute einen Profi ins Boot geholt und durfte der wunderbaren Finanzbloggerin Natascha Wegelin von Madame Moneypenny ein paar Fragen über Glück und Geld stellen.

Natascha habe ich durch ihren Blog Madame Moneypenny sowie die dazugehörige Facebook-Gruppe „Madame Moneypenny“ kennengelernt. Schon ihre Vorstellung als pommessüchtiges Ruhrpottkind war mir sehr sympathisch, viel mehr fasziniert mich jedoch ihr Umgang mit Geld, ihr praxiserprobtes Know How zum Thema und die packende Art, dieses Wissen für jeden verständlich zu vermitteln. Sie ermutigt nicht nur zu mehr Eigenverantwortung im Bezug auf Geld und Lebensglück, sondern gibt auch ganz konkrete Tipps und Anregungen.

„Wir müssen lernen Geld gut zu behandeln, damit es bei uns bleibt. Dann wird es sich ganz automatisch zu einer positiven Kraft entwickeln.“ (Natascha Wegelin)


Was bedeutet Glück für Dich?
Glück ist für mich etwas, das sich nicht einfach so ereignet. Man muss in der Lage sein – und sich selbst in diese Lage versetzen – Fügungen zu erkennen und anzunehmen. Ich bin fest davon überzeugt, dass manche Menschen nicht mehr Glück haben als andere. Sie erkennen einfach die Chancen und ergreifen sie. Während andere die Möglichkeiten nicht sehen, die ihnen vor die Füße fallen. Womöglich, weil ihr Mindset nicht stimmt.

Macht Geld glücklich?

Nein, Geld per se macht nicht glücklich. Aber wir können es einsetzen, um uns selbst glücklich(er) zu machen. Wir können die Chancen ergreifen, die uns Geld bietet: Die Chancen weniger arbeiten zu müssen und mehr Zeit mit unseren Liebsten und schönen Erlebnissen zu verbringe
n. Und das macht uns dann glücklich(er). Denn Studien zeigen, dass uns Erlebnisse, Spenden und schöne Zeiten glücklich machen. Um dies zu maximieren, braucht man Geld. Da schließt sich dann der Kreis.
 

Was können die Leser/innen tun, um Geld zu einer positiven Kraft in ihrem Leben zu mache

Es liebhaben 🙂 Manche Menschen behandeln Geld wie einen unliebsamen Onkel. Sie fühlen sich in seiner Gegenwart nicht wohl, wollen dass es schnell wieder verschwindet, sehen es als Wurzel allen Übels auf der Welt. Kein Wunder, dass das Geld wegrennt. Würde ich doch auch tun! Niemand ist gerne da, wo man nicht erwünscht ist. Wir müssen lernen Geld gut zu behandeln, damit es bei uns bleibt. Dann wird es sich ganz automatisch zu einer positiven Kraft entwickeln.

Vielen Dank liebe Natascha für die offenen Worte und für die ganz persönliche Einschätzung, ob Geld denn nun glücklich macht oder nicht.

 

Ob Geld Dich glücklich macht, liegt an Dir!

Oft ist es unser ganz persönliches Mindset, das darüber entscheidet, ob Geld uns glücklich macht. Sehen wir Geld als positive Kraft oder als notwendiges Übel? Fühlen wir uns reich beschenkt und im Inneren wie auch Äußeren wohlhabend oder haben wir ein Mangelbewusstsein, das wir auf viele Bereiche unseres Lebens übertragen?

Mich persönlich macht Geld auf unterschiedliche Weisen glücklich. Zum Einen weiß ich die Sicherheit, die mir meine Rücklagen und Investitionen bieten sehr zu schätzen. Gerade als Alleinerziehende versuche ich für meinen Sohn und mich eine Basis aufzubauen, die uns das Gefühl von Sicherheit und Beständigkeit bietet. Ja, Geld auf dem Konto macht mich bereits glücklich, denn ich weiß auch wie es sich anfühlt, wenn dort nur noch sehr wenig zu finden ist.

Zum Anderen macht mich Geld glücklich, weil es meinem Kind, meinen Freunden und mir so viele Möglichkeiten eröffnet. Man könnte fast sagen, dass das Glück ein Stück weit käuflich ist. Manche mögen nun die Nase rümpfen und empört aufschreien. Doch wartet einen Moment und lasst mich erklären, was ich meine (danach könnt ihr kontroverse Meinungen natürlich dennoch im Kommentarfeld mitteilen).

Wenn im Frühling die ersten warmen Sonnenstrahlen gute Laune verbreiten, genieße ich es sehr, mir in meiner Lieblingseisdiele die ersten Kugeln Eis zu holen und sie genüßlich in der Sonne sitzend zu schlecken. Wenn mich ein Thema interessiert und meine Neugier geweckt ist, liebe ich es zur Weiterentwicklung aber auch Entspannung ein gutes Buch darüber zu lesen und mir dieses jederzeit bei Interesse leisten zu können. Mit meinem Sohn nach London zu fliegen und die Stadt zu entdecken, die er nur aus dem Schulbuch kennt, ist natürlich eine andere finanzielle Hausnummer, im Vergleich aber auch um so wertvoller für den Erfahrungsschatz und unser Miteinander. Freunde spontan zum Essen einladen zu können und einen gemeinsamen fröhlichen Abend zu verbringen, macht mich und andere glücklich.

Geld ermöglicht uns neben der Erfüllung von Basisbedürfnissen wie einem Dach über dem Kopf, Ernährung, Bildung und Kleidung einfach unglaublich viel, was uns glücklich machen kann – unter andrem die Glücklichmacher Erlebnisse und Zeit.

Ich brauche kein Geld um glücklich zu sein, ich nutze es jedoch gerne, um Momente des Glücks zu schaffen.

Geld macht mich glücklich, wenn ich es mit Dankbarkeit annehme und für positive Dinge nutze. Mit Geld kann ich Erlebnisse schaffen, die mir ewig in Erinnerung bleiben; lieben Menschen Geschenke machen, über die sie sich unheimlich freuen; wohltätige Aktionen unterstützen und damit Anderen helfen und noch viel mehr tun, um das Glück in unserem Leben zu vermehren.

Nein, Geld alleine macht mich nicht glücklich, aber Geld mit all seinen damit verbundenen Möglichkeiten hingegen schon.

Wie stehst Du dazu? Macht Geld Dich glücklich?

Schreibe mir in den Kommentaren, wie Du dazu stehst. Ich bin gespannt!

Herzlichst
Ramona

 

Wer mehr über Natascha und das Thema Geld wissen möchte, sollte unbedingt auf ihrem Blog Madame Moneypenny reinblicken.

 

Auch Ihr ebook Bali statt Bochum kann ich wärmstens empfehlen oder Du fieberst mit mir ihrem Buch Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können entgegen.