Fasten-Quickie Nr. 5: Leg das Handy aus der Hand!

Sie fotografieren ihr Essen, posten es und vergessen dabei, es zu genießen. Sie sehen ganze Konzerte durch einen kleinen Bildschirm, obwohl sie in der ersten Reihe stehen. Sie verpassen die Welt, während sie glauben online mit der ganzen Welt verbunden zu sein. Sie… die Anderen. Oder könnte es uns vielleicht selbst nicht schaden, mal einen kritischen Blick auf unser Verhalten zu werfen? In den nächsten Tagen Fasten wir „Handynutzung“, legen das Smartphone mal zur Seite, heben den Blick und schauen, was uns alles entging, während wir uns auf den kleinen Kasten konzentrierten.

Dieses Bild der drei Affen, die um einen weiteren Freund ergänzt wurden, macht derzeit die Runde. Leider kenne ich den Urheber nicht, aber ich weiß, dass er es ziemlich auf den Punkt bringt. Viele Menschen sehen, hören und sagen nichts mehr, wenn sie ihr Handy in der Hand haben. Die Außenwelt wird abgeschottet. Keine Frage, genau das tut manchmal gut. Und es ist wertvoll, dass unsere Kinder, unsere Eltern und Lieblingsmenschen uns so einfach im Notfall jederzeit erreichen können. Wir tragen zusätzlich dazu das Wissen der Welt in unseren Taschen.

Doch manchmal beschleicht mich das Gefühl, das ich verblöde statt klüger zu werden. Fällt das Handy mal aus und ich hätte nur einen einzigen Anruf, den ich tätigen dürfte, wäre die Auswahl sehr klein, denn bis auf meine Firmen-Telefonnummer und die Festnetznummern von Eltern und Großeltern, sind mittlerweile nur noch wenige in meinem Gedächtnis gespeichert. Auch beim Thema Orientierung ohne Hilfe von GPS, Kartenanbietern, etc. , bin ich in nicht ganz bekannten Gegenden schnell aufgeschmissen.

Ich will es gar nicht verteufeln, lange das Für und Wider betrachten – gute Argumente gibt es gewiss für beide Ansichtsweisen. Und doch glaube ich daran, dass es uns gut tun wird, die nächsten Tage verstärkt auf den Handkonsum zu verzichten. Den Kopf zu heben und zu registrieren, was die Welt da draußen zu bieten hat. Das eigene Hirn verstärkt einzuschalten, statt das Smartphone. Sich dieser Ankettung zu entziehen und frei ohne Telefon unterwegs zu sein.

Probiert es auch aus, schaut was passiert. Zurück zu alten Mustern können wir zu jederzeit. Es besteht aber eine klitzekleine Chance, dass wir entdecken, wie schön diese reduzierte Nutzung ist und dass genau dies unser Glücksempfinden nach oben schraubt.

Lasst mich wissen wir es läuft… irgendwann… wenn ihr mal am PC sitzt… also ohne Handy unterwegs seid… 😉

Herzlichst
Ramona

 

In vier Tagen gibt es den nächsten Quickie für einen Bereich, in dem sich das Fasten definitiv lohnt. Freut Euch auf:

Fasten-Quieckie 1: Jammern
Fasten-Quickie 2: Kannst Du weniger lügen?
Fasten-Quickie 3: To Do Listen und Pläne
Fasten-Quickie 4: Müll
Fasten-Quickie 5: Handykonsum
Fasten-Quickie 6: Erwartungen
Fasten-Quickie 7: Konsum
Fasten-Quickie 8: Fernsehen, You-Tube und Co.
Fasten-Quickie 9: Zeitfresser
Fasten-Quickie 10: Aufschieben