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Live Escape Game München

Escape / Exit Game – Wo geht’s hier raus?!
Projekt „Jeden Monat etwas Neues“ 

Eingesperrt in ein Verlies, die Eisentür fest hinter dir verschlossen. Du hast 60 Minuten Zeit, um dich und deine Freunde zu befreien. Wirst du die Hinweise und Schlüssel finden? Sie richtig deuten und am Ende die entscheidenden Türen öffnen können? Im Rahmen meines Projektes habe ich es ausprobiert. Ob es geklappt hat, lest ihr hier…

Ein stürmischer und verregneter Sonntag bildete die perfekte Grundlage für ein kleines Abenteuer mit Freundinnen. Wir beschlossen uns auf den noch recht jungen Trend der Escape Games (oder auch Exit Games genannt) einzulassen und entschieden uns für die Spielvariante „Burgverlies“. Nach einer kurzen Einweisung und einigen Sicherheitsabfragen ging es bereits los. In Kutten mit Kapuzen, dafür ohne Handy oder sonstige persönliche Gegenstände wurden wir hinabgeführt und eingesperrt. Die Uhr begann gnadenlos zu ticken, während wir uns im Kerzenschein erst einmal zu orientieren versuchten. Mehrere Räume, viele Schlüssel, Rätsel und Hinweise warteten auf uns.

Schnell zeigte sich, wie unterschiedlich jede Einzelne unserer kleinen Gruppe tickte. Eine probierte, während die Andere dachte. Die Nächste suchte, während die Vierte alle Hinweise sammelte. Und doch meisterten wir die einzelnen Schritte stets im Team, arbeiteten zusammen und setzten die Stärken geschickt ein. Teamarbeit war eindeutig gefragt und wird bei dieser Form des Spiels absolut gefördert.

Und ja – es war zwischenzeitlich auch sehr chaotisch. Da wurden Hinweise missverstanden, falsche Truhen befummelt und die Stirn in Falten gelegt, dass es manch‘ Botoxlady in die Flucht geschlagen hätte. Try & Error war Teil unserer Strategie. Und vor allem eins: Spaß haben! Im Mittelalter wäre wohl in einem solchen Verlies selten soviel gelacht worden, doch unsere eigene Unbeholfenheit gepaart mit den Erfolgen machte diese Stunde zu einem kurzweiligen und amüsanten Vergnügen.

Neben all dem Teamgeist hat jede von uns gleichzeitig spüren können, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Was mir an mir besonders auffiel war die Tatsache, wie sehr ich doch in den klassischen Denkmustern hängenblieb und manchmal erst nach mehreren Versuchen auf die Lösungen kam. Teils war es wirklich nicht schwer. Eigentlich. Denn genau die einfachen Wege waren oft die schwierigsten, stand der Kopf mit seinen eingefahrenen Lösungsvorschläge doch häufig im Weg. Ich bin sehr sicher, dass Kinder hier beispielsweise vieles deutlich schneller gewusst hätten.

Auch der Moment, in dem meine innere Stimme seufzend maulte „Ich bin jetzt hier raus, das kapier‘ ich nie“, war aufschlussreich. Manche Rätselarten liegen mir einfach nicht. Außerdem wurde ich ungeduldig, schließlich verloren wir schnell das Gefühl für die bereits vergangenen Minuten und wollten natürlich vor Ablauf der Zeit aus dem Verlies entkommen. Ja, das Thema Geduld zeigt sich mir immer wieder in verschiedensten Verkleidungen und wurde auch heute kurzfristig gesichtet. Zum Glück waren wir zu viert und schafften es so, kleine Tiefs locker zu meistern, um dann umso euphorischer die nächste Tür zur öffnen.

Warum man sich freiwillig einsperren lassen sollte? Keine Ahnung, was „man“ darauf antwortet. Ich für meinen Fall hatte einfach mächtig Spaß und zwar vor, währenddessen und danach. Und das ist schon mal eine meiner Grundlagen für Glück. Mit lieben Menschen Zeit zu verbringen ist eine weitere und abschließend noch die Tatsache, dass ich sehr neugierig bin und kleine Abenteuer liebe. Warum ich mich also freiwillig einsperren ließ? Weil mich diese Stunde glücklich gemacht hat. Grund genug, findest du nicht?

Du hast auch schon mal daran teilgenommen? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar mit deinen Erfahrungen. Ich bin gespannt!

Herzlichst
Ramona