Raus aus der Komfortzone, rein in den Windkanal. Für das Projekt „Jeden Monat etwas Neues“ war im Januar Bodyflying dran. Bekannt ist es auch als Indoor Skydiving, da es dem freien Fall beim Fallschirmspringen sehr nahe kommt. Im Vertikalen Windtunnel (ver)suchten wir bei 200 km/h Windstärke unser Glück.

Das Glück beginnt außerhalb der Komfortzone!

Glücksfunken – Ramona Jakob

Drauf gekommen bin ich durch den Wunsch meines Sohnes. Er wünschte sich zum Geburtstag, sofort Fallschirmspringen gehen zu können und nicht erst auf wärmere Temperaturen im Frühjahr warten zu müssen. Träume, Wünsche und Ziele lehne ich ungern pauschal ab, nur weil sie auf den ersten Blick unrealistisch scheinen. Viel mehr Spaß macht es, nach neuen Wegen zu suchen, um die Träume zu verwirklichen und dabei auf ganz wundervolle Möglichkeiten zu stoßen. Was draußen nicht klappt, funktioniert vielleicht innen! So suchten wir nach Alternativen und stießen auf Bodyflying.

Was ist Bodyflying / Indoor Skydiving?

Die Idee stand fest, der passende Ort war leicht gefunden. In der Jochen Schweizer Arena in der Nähe von München buchte ich für uns beide das große Abenteuer Bodyflying *. Denn hier befindet sich die 15m hohe Flugkammer, die mithilfe von Ventilatoren das Fliegen ohne weitere Hilfsmittel möglich macht. Knapp sechs Meter des Windkanals sind verglast und so konnten wir bereits bei der Anmeldung Anfänger und Profis schweben sehen. Das hat sofort Lust gemacht und die kurze Wartezeit optimal überbrückt.

Dank moderner Technik, die ursprünglich aus der Luftfahrtforschung stammt, wird es Menschen ermöglicht, in einem Windkanal zu schweben. Die eingesetzten Ventilatoren erzeugen eine Windgeschwindigkeit von ca. 200 km/h. Auf diesem Luftstrom kann man in der richtigen Haltung fliegen und erzeugt damit eine ähnliche Situation wie beim freien Fall während des Fallschirmsprungs. Wird die Windgeschwindigkeit noch erhöht, haben geübte Sportler die Möglichkeit, die spektakulären und oft sehr elegant aussehenden Figuren zu fliegen.

Aus dem Traum vom Fliegen ist mittlerweile ein Sport geworden, der Profis und Laien begeistert. Auf ungefährliche Weise und mit Einsatz des gesamten Körpers lassen sich Wechsel in der Flughöhe, Drehungen und wunderschöne Figuren zaubern. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig, lediglich eine gesunde Konstitution ist Voraussetzung. Damit wird Bodyflying zum Abenteuer für jeden, der Lust auf Spaß und Adrenalin hat und selbst einmal das Gefühl des Schwebens erleben möchte.

Nachdem wir eine kurze Einweisung in die richtige Körperhaltung sowie die vier wesentlichen Zeichen erhalten hatten, ging es auch schon los!

Lass Dich fallen und Du wirst schweben

Ausgerüstet mit Fluganzug, Helm, Flugbrille und Ohrstöpseln betraten wir die Kammer des Windkanals. Schnell wurde klar, warum wir Ohr- und Augenschutz trugen. 200 km/h Windstärke macht schon was her! Erst beobachtete ich mit breitem Lächeln, wie mein großer Sohn mit Leichtigkeit im Windstrom schwebte. Wir beide grinsten um die Wette. Die Zeit verging unglaublich schnell und schon war ich dran.

Um Spaß zu haben und tatsächlich zu fliegen, musste ich vor allem eines tun: mich fallenlassen. Kaum kippte ich durch die Türöffnung nach unten, schoss das Adrenalin nach oben. Meine Instruktorin half mir in die richtige Position und dann geschah es: ich flog. Schwebte in der Glasröhre. Was sich jedoch so federleicht anhören mag, war ganz schön anstrengend. Körperspannung sowie richtige Arm- und Beinhaltung waren das A und O des kurzen Fluges. Während ich ein ganz neues Körpergefühl kennenlernte, kam eines wieder von ganz alleine herbei geflogen: das breite Grinsen. Das große Lächeln, das einfach nicht mehr weichen wollte.

Der krönende Abschluss des Fluges war der „Taxi-Flug“. Meine Instrukturin hakte mich unter und ab ging die Fahrt zig Meter nach oben. Mit Rotation geschmeidig wieder nach unten, um gleich noch einmal die Höhe zu spüren.

Aufgedreht, grinsend, dankbar und mit dem Gefühl „ich will mehr davon“ landete ich wieder auf festem Boden. Ich bereue nichts! Keine Sekunde, keinen Cent. Es war unser Januar-Abenteuer und wir können es jedem nur wärmstens empfehlen!

Diese 16-Jährige zeigt die Eleganz beim Indoor Skydiving und erzählt von der Leidenschaft für diesen Sport.

Und natürlich darf Euch heute der Buchtipp nicht fehlen. Heute ist es das Buch von und über Jochen Schweizer „Der perfekte Augenblick: Leben mit mehr Glück, Erfolg und Stärke“*.