Es ist nie zu spät, seinen Lebenstraum zu erfüllen – Australien Teil III – Projekt „Jeden Monat etwas Neues“

Die letzte Station in Australien führte mich nach Sydney. Hier wollte ich meine unbeschreibliche Reise abschließen und mich nach Outback und Strand dem Stadtleben wieder annähern. Außerdem hatte ich noch keine Surfer gesehen und so manches Highlight stand noch auf meiner „Will ich unbedingt noch sehen und erleben“-Liste. (so eine Liste sollte übrigens jeder haben!). Die Dschungelcamp Zeiten waren nun auf jeden Fall vorbei und die lebendige Großstadt hatte mich wieder.

Sydney – zwischen Strand, Kultur und Begegnungen

Die Erkenntnis des 12. Tages, die ich auf Hamilton Island festhielt, ließ sich problemlos auch auf Sydney übertragen.

Erkenntnis des 12. Tages: Entspanne Dich! Relax! Hier und in Deinem Leben

Nun endlich zwischen Harbour Bridge und Opernhaus zu stehen, hatte meinen Traum mit seinen letzten Puzzlestücken real werden lassen. Beides beeindruckende Wahrzeichen der Stadt, die nur noch vom faszinierenden Eindruck der Menschen, die sich an diesem Abend in den Bars tummelten, übertrumpft wurde. Was für ein Flair, welch‘ Lebensgefühl sich sofort einstellte. Energetisch und dennoch relaxed, zielgerichtet ohne dabei zu verkopft zu sein.

Dieser Eindruck verstärkte sich als ich am Coast Way zwischen Bondi Beach und Bronte Beach saß. Endlich sah ich auch die coolen Surfer, die ihr Glück auf den heranrauschenden Wellen versuchten und auf die ich bei meiner Reise durch Australien so lange hatte warten müssen. Links von mir stemmte sich das bezaubernde Schwimmbad „Icebergs“ gegen die Wellen, die über die Kante brachen und über die Schwimmer schwappten. Ein Bild dieses besonderen Schwimmbades hatte ich vor ein paar Monaten auf mein Vision Board geklebt und nun war ich da. Dankbarkeit flutete mich wie den Pool das Meer.
Braungebrannte Jogger liefen an mir vorbei, auf dem Felsen über der Brandung saß mir gegenüber ein Pärchen. Mit wenigen und unkomplizierten Mitteln, die sie aus der Strandtasche zogen, zelebrierten sie ihr romantisches Date. Ich sog die Eindrücke auf und hegte den tiefen Wunsch, all dies und noch viel mehr mit nach Deutschland transportieren zu können.

Blue Mountains und die „205-Jahre-Begegnung“

Auch wenn ich die Stadt schon jetzt liebte, so wollte ich nicht versäumen, mir auch die Umgebung und damit verbunden die Blue Mountains anzusehen. Die ewig weite Fläche an Eukalyptusbäumen, deren blauer Dunst dem Gebiet den Namen verlieh. Ich buchte eine Tour und lernte an diesem Tag viel mehr kennen, als ich erwartet hatte: drei ganz besondere Damen sowie eine Wallaroo-Dame namens Alfy die mein Highlight wurden.

 

 

Nach all den beeindruckenden Anblicken im Outback, im Dschungel und am Meer, konnten mich die Wälder der Blue Mountains nicht mehr so sehr beeindrucken. Die „Three Sisters“ aufgrund der Geschichten der Dreamtime fingen mich hingegen wieder vollständig ein. Australiens Geschichte und vor allem die Dreamtime-Erzählungen und Rituale üben auf mich eine ganz besondere Magie aus. Es lohnt sich hinzuhören, Verbindungen zu suchen oder sich einfach mal zu öffnen, zu glauben und den Blick entsprechend auszurichten.

Unsere Tour beinhaltete einen Buschwalk, den ich natürlich neugierig mitgebucht hatte. Erst als wir ankamen, sagte man uns, dass von unserer Gruppe nur vier Personen dort entlanggehen werden und der Rest inklusive Tourguide am anderen Ende auf uns warten würde. Auch die Tatsache, dass der Weg 1.500 natürlich Stufen beinhaltete, wurde erst jetzt bekannt. Mir war ehrlich gesagt nicht wohl bei der Sache – bis ich meine drei Ladies aus Arizona kennenlernte. Die drei Damen im Alter von 205 Jahren (70 J., 65 J. und 70 J.) waren sowas von gut drauf, unglaublich! Sie machten diesen Trip zu einem der Highlights des Urlaubs und ließen mich die Horrorvorstellung von so vielen Stufen vergessen. Willst Du ernsthaft als fast 40-Jährige jammern, wenn ein solcher Trupp an guter Laune und Energie Dir zeigt, wie grandios das Leben sein kann und das Alter nur eine Zahl ist, solange Du auf Deinen Körper und Geist achtest?!

Erkenntnis des 15. Tages: Es ist Zeit, mich und meinen Körper ernst zu nehmen

Meine drei Ladies waren die perfekte emotionale Vorbereitung auf meinen 40. Geburtstag, den ich zwei Tage später in Sydney feiern durfte. Mein Ziel war es: „Zum 40. in Sydney vor der Oper ein Glas Champagner trinken“. Immer wieder hatte ich es visualisiert. Die Realität war plötzlich noch viel schöner, denn ich trank Champagner bei Tiffany’s (ich brauchte schließlich ein Geschenk zum Auspacken) und war nicht vor der Oper, sondern abends mittendrin, um einer Oper zu lauschen.

Der ganze Tag war ein Rausch, eine Mischung aus Traum und Realität, aus Eindrücken und Begegnungen, der auf der Spitze der Harbour Bridge gipfelte.  Diese Reise = Das schönste Geschenk, das ich mir selbst hatte machen können.

Erkenntnis des 17. Tages: Manchmal ist die Realität schöner als der Traum

Sydney war so reich an Erfahrungen und Sehenswürdigkeiten, dass sie den Rahmen des Blogs sprengen würden. Außerdem ließe sich all das kaum in passende Worte fassen, da wohl jeder Mensch seine eigenen Gefühle, Verbindungen und Erkenntnisse aus den Erlebnissen ziehen würde. Allein das Gefühl, die leeren Vögelkäfige zwischen den Häuserfronten zu sehen und wie aus dem Nichts die Gesänge der längst ausgestorbenen

Vogelarten zu hören, war berührend und verstörend zugleich. „Forgotten Songs“ ist eine unglaubliche Installation, die dafür sorgen will, dass das Zwitschern der Verstorbenen nicht in Vergessenheit gerät.

Oder die Treppe, die Dir deutlich macht, wie manch‘ verschobenes Bild, das wir haben, durch einen neuen Blickwinkel wieder einen Sinn ergibt.

Erkenntnis des 19. Tages: Erst jetzt begreift die Seele, das der Traum Wirklichkeit wurde und warum diese Sehnsucht 20 Jahre lang Bestand hatte

 

Langsam macht sich der Wunsch nach Rückkehr breit. Schleicht sich getarnt als Sehnsucht nach den geliebten Menschen daheim an und umkreist mich mit dem Wunsch, all das Erlebte mit den Menschen, die ich liebe zu teilen. Die Reise war perfekt, nichts hätte ich anders machen wollen. Sie war ein Abenteuer und eine Reise zu mir selbst. Beide Geschenke nehme ich dankend an. Vieles habe ich gesehen, noch mehr gefühlt und gelernt. Danke.

Erkenntnis des letzten Tages: Rückkehr ist machmal wie ein Kater nach einer super Party

Herzlichst Eure
Ramona

 

Diese Beiträge gehören zur Serie:

Australien Teil I – Es ist nie zu spät, seinen Lebenstraum zu erfüllen

Australien Teil II – Es ist nie zu spät, seinen Lebenstraum zu erfüllen

 

P.S.: Ich werde immer wieder gefragt, welche Bücher mir bei der Reiseplanung geholfen haben und ob mein Begleiter „Karl“ tatsächlich Bücher mitgeschleppt hat. Hier daher eine kleine Auswahl an Büchern, die mir vor und während der Reise unheimlich geholfen haben:

Lonely Planet Reiseführer Australien: mit Download aller Karten*

Der Reiseführer von Lonely Planet war mein absolutes „Must have“ Buch. Hiermit habe ich alles geplant, rausgeschrieben, nachgelesen… Für mich das beste Buch, das ich für die Vorbereitung, Planung und auch vor Ort finden konnte.

 

 

Gebrauchsanweisung für Australien*

Dieses tolle Buch beinhaltet unglaublich viel Insiderwissen, welches auf eine sehr angenehme und leicht zu lesende Art vermittelt wird. Es hat mich inspiriert und mir sehr viel Mehrwert im Zusammenspiel mit meinem Reiseführer gebracht. Es ist kurzweilig und unglaublich informativ. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

 

 


Das Café am Rande der Welt: eine Erzählung über den Sinn des Lebens*

Dieses Buch musste für die Seele mit. Am Strand liegen und über den Sinn des Lebens nachdenken. Einmal wieder auf das Wesentliche konzentrieren und ein paar Denkanstöße bekommen. Den Klassiker von John Strelecky nehme ich immer wieder gerne zur Hand. Er war der perfekte Begleiter für die Reise in das Land meiner Träume.

 

 


Frühstück mit Kängurus: Australische Abenteuer*
Bill Brysons „Frühstück mit Kängurus“ ist natürlich ein weiterer Klassiker, der im Hinblick auf eine Australien Reise nicht fehlen darf. Der Verlag schreibt: Er hält den Leser mit seinem scharfen Blick für alles Skurrile und Ungewöhnliche in Atem. Besser lässt es sich nicht ausdrücken.