Fasten-Quickie Nr. 4: Müll fasten – 15 Ideen Abfall zu vermeiden!

37kg Plastikverpackungsabfall pro Kopf in Deutschland – in den Müll. 82kg Lebensmittel pro Person – in den Müll. Rund 2,8 Mrd. Einwegkaffeebecher in Deutschland – in den Müll.  Bioprodukte in Plastikumhüllung, Coffee-to-go-Becher als Coolness Faktor und Trendartikel, die in der nächsten Saison wieder weggeworfen werden. Müll ist umfangreich und vielschichtig. Das ermöglicht es uns wenigstens, an vielen verschiedenen Ecken mit unserem Müllfasten anzusetzen. Jeder kann dazu beitragen, die Müllberge zu verkleinern und unseren ökologischen Fußabdruck damit etwas weniger tief in unsere Erde zu drücken.

Zuerst einmal entschuldigt den späten Post. Gemäß meines letzten Fasten-Quickies habe ich es bei den Plänen und To do Listen darauf ankommen lassen. Wollte wissen, wie ich mich fühle, wenn ich Pläne nicht 1:1 und absolut pünktlich umsetze. Ich muss gestehen, dass mir Ehrlichkeit und der Verzicht auf (Not-)Lügen deutlich leichter gefallen ist, als weniger zu planen und keine Listen abzuhaken. Daher also doch noch pünktlich (zumindest auf den Tag bezogen) und wie geplant der Fasten-Quickie Nr. 4! Bin übrigens gespannt, wie es Euch mit Nr. 3 ergangen ist – gerne Kommentar hinterlassen!

Nun aber zu einem sehr wichtigen Thema, auch wenn ich es in diesem Quickie nur kurz anreißen kann. Die Zahlen sind erschreckend, so heißt es bei iwd:

Deutschland liegt mit einem Plastikverpackungsabfall je Einwohner von gut 37 Kilogramm mehr als 6 Kilogramm über dem EU-Durchschnitt.

In der Zeit online war von einer Studie zu lesen, die besage, dass 320.000 Einwegkaffeebecher pro Stunde in Deutschland verbraucht würden, rund 2,8 Mrd. pro Jahr. Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wirft jeder von uns durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. Wir sind eine Wegwerfgesellschaft. Hat Kleidung ein Loch, wird sie ersetzt. Geht ein Gerät kaputt, wird es ersetzt. Wir produzieren ständig Müll, dabei wäre es doch so einfach, dieses Ausmaß zu verringern.

Versuche die nächsten Tage achtsamer durch Dein Leben zu gehen und Müll zu vermeiden. Möglichkeiten gibt es viele, hier nur 15 Anregungen:

  1. Kaufe ein, so viel Du benötigst und koche nur, was wirklich gegessen wird. So sparst Du Lebensmittelabfall.
  2. Mindesthaltbarkeitsdaten sind keine „ich sterbe ab diesem Zeitpunkt davon“-Daten. Probiere die Lebensmittel und esse sie, wenn sie noch gut sind.
  3. Überlege zweimal, ob Du die Neuanschaffung wirklich benötigst. Vielleicht kannst Du sie bei Online-Verkaufsplattformen, in Anzeigenblättern, auf Flohmärkten gebraucht kaufen.
  4. Muss es das stille Wasser aus der Einwegflasche sein? Wie ist die Qualität des Leitungswassers in Deiner Region oder wären nicht zumindest Mehrwegflaschen eine Option?
  5. Kann man Dinge reparieren, statt sie gleich zu entsorgen? Frage Freunde, ob sie helfen können. Schaue auf YouTube nach Tutorials. Werde selbst kreativ.
  6. Upcycling ist voll im Trend. Hierbei werden „alte Dinge“ neu aufgepeppt und manchmal komplett umfunktioniert. Im Netzt gibt es viele Anregungen dazu.
  7. Tauschen oder Teilen. Vielleicht gibt es Dinge, die Du Dir mit anderen Freunden oder Nachbarn teilen kannst oder Ihr tauscht miteinander.
  8. Auch Papiermüll zu vermeiden hilft enorm: brauchst Du wirklich den Ausdruck der Email, den Kontoauszug, den Kassenzettel? Macht ein „Bitte keine Werbung“ Aufkleber auf Deinem Briefkasten vielleicht Sinn?
  9. Qualität statt Quantität. Wer auf Qualität setzt und gleich „etwas Ordentliches“ einkauft, muss es nicht so oft ersetzen. Billigware landet häufig frühzeitiger im Müll.
  10. Kaufe alles, was möglich ist, lose. Gerade bei Obst und Gemüse lassen sich oft Umverpackungen vermeiden. Auch beim Bäcker kann man seine eigene Semmeljutetüte mitbringen.
  11. Vermeide Großpackungen bei Lebensmitteln, wenn Du nicht sicher bist, dass sie auch verwendet werden.
  12. Nutze Großpackungen in allen Bereichen, wo Du weißt, dass Du es sowieso aufbrauchen wirst und damit viele kleine Packungen sparen kannst.
  13. Müssen es wirklich die Schokohäppchen sein, die alle einzeln eingepackt sind? Achte beim Einkaufen mal darauf, was alles innerhalb der Verpackung noch einmal verpackt ist. Neulich hatte ich eine Schokokugel, die erst in Folie, dann in Plastik und zum Schluß in einen schönen Pappkarton verpackt war. Diese werde ich sicherlich nie wieder kaufen.
  14. Online Shopping ist bequem, verursacht aber oft jede Menge Müll. Ist der Einkauf im Geschäft nebenan nicht vielleicht doch die bessere Alternative?
  15. Nachfüllpackungen haben oft weniger Abfall und Umverpackung. Also darauf achten, dass sich die Sachen auffüllen lassen.

Akkus, Brotboxen statt Folie, beim Einkaufen schon auf wenig Umverpackung zu achten sowie die selbst mitgebrachte wiederverwendbare Tasche statt der Plastiktüte zu verwenden, sollte eigentlich schon selbstverständlich sein.

Wie vermeidest Du Müll? Hast Du weitere Tipps, um in den nächsten Tagen vermehrt Müll zu vermeiden?

Herzlichst

Ramona

 

In vier Tagen gibt es den nächsten Quickie für einen Bereich, in dem sich das Fasten definitiv lohnt. Freut Euch auf:

Fasten-Quieckie 1: Jammern
Fasten-Quickie 2: Kannst Du weniger lügen?
Fasten-Quickie 3: To Do Listen und Pläne
Fasten-Quickie 4: Müll
Fasten-Quickie 5: Handykonsum
Fasten-Quickie 6: Erwartungen
Fasten-Quickie 7: Konsum
Fasten-Quickie 8: Fernsehen, You-Tube und Co.
Fasten-Quickie 9: Zeitfresser
Fasten-Quickie 10: Aufschieben